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Bezahlbarkeit

Leben, das man sich leisten kann — bei Mieten, Krankenkasse und Löhnen.

Wir wollen

Wir wollen, dass das Leben in der Schweiz bezahlbar bleibt: faire Mieten, tragbare Krankenkassenprämien und eine Vorsorge, die diesen Namen verdient. Das ist kein Luxus, sondern die Grundlage dafür, dass Menschen Sicherheit und Spielraum haben. Im Parlament bringt die Linke dafür konkrete Vorstösse ein – von der Durchsetzung des Mietrechts gegen Wuchermieten über die Prämienverbilligung für Familien bis zu mehr Steuergerechtigkeit bei der Vorsorge.

Die Rechte blockiert

Wo es ernst wird, zeigt sich die andere Seite: Vorstösse für tiefere Mieten oder eine gezielte Prämienverbilligung scheitern an der bürgerlichen Mehrheit. Gleichzeitig sollen Steuerabzüge vor allem die hohen Einkommen entlasten. Die Rechnung tragen die Haushalte – mit steigenden Fixkosten, während die Löhne nicht mithalten.

23.406Parlamentarische InitiativeNationalratAus dem linken Programmabgelehnt19.06.2026

Starke Familien durch angepasste Zulagen

88 Ja DafürDagegen 109 Nein

Der Nationalrat lehnte den Abschreibungsantrag mit 88 zu 109 Stimmen ab und hielt die Initiative am Leben: SP, Grüne, GLP und Mitte für die Weiterführung, FDP und SVP dagegen.

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Dafür
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Dagegen
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88 Ja · 109 Nein · 2 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Initiative will die gesetzlichen Mindestbeträge der Familienzulagen erhöhen: die Kinderzulage auf mindestens 250 Franken und die Ausbildungszulage auf mindestens 300 Franken pro Monat. Die Ansätze wurden seit 2009 nicht mehr an die Teuerung angepasst.

Warum wir das wollen

Ein Kind kostet im Schnitt über 1000 Franken im Monat, und die steigenden Mieten, Prämien und Energiekosten treffen Familien mit kleinem Budget am härtesten. Wir wollen, dass die Zulagen mit den realen Kosten Schritt halten – eine verlässliche Unterstützung unabhängig vom gewählten Familienmodell.

Quelle: Geschäft 23.406, parlament.ch (Abstimmung 36526, 19.06.2026)

25.019BundesbeschlussbeideAus dem linken Programmangenommen19.06.2026

Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (Sanierungsverfahren für natürliche Personen); Änderung

Nationalrat

131 Ja DafürDagegen 67 Nein

National- und Ständerat nahmen die Vorlage an – der Nationalrat mit 131 zu 67, der Ständerat mit 34 zu 10 Stimmen: SP, Grüne, GLP, Mitte und FDP dafür, allein die SVP dagegen.

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131 Ja · 67 Nein · 1 Enth. · Nationalrat

Ständerat

34 Ja DafürDagegen 10 Nein
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34 Ja · 10 Nein · 0 Enth. · Ständerat

Worum es geht

Die Gesetzesänderung schafft ein neues Sanierungsverfahren für überschuldete Privatpersonen. Wer seine Schulden nicht mehr tragen kann, bekommt einen geordneten Weg zurück aus der Schuldenspirale, statt jahrzehntelang von Betreibungen verfolgt zu werden.

Warum wir das wollen

Wir wollen, dass ein finanzieller Absturz kein lebenslanges Urteil ist. Wer überschuldet ist, soll eine zweite Chance erhalten – das hilft den Betroffenen, entlastet Familien und bringt am Ende auch den Gläubigern mehr als ein zahlungsunfähiger Mensch ohne Perspektive.

Quelle: Geschäft 25.019, parlament.ch (Abstimmung 36545, 19.06.2026)

24.3993MotionNationalratAus dem linken Programmabgelehnt29.04.2026

Prämienverbilligung für Kinder und junge Erwachsene

63 Ja DafürDagegen 126 Nein

Der Nationalrat lehnte die Motion mit 63 zu 126 Stimmen ab: SP und Grüne dafür, die bürgerliche Mehrheit dagegen. Familien mit Kindern tragen die steigenden Prämien weiter allein.

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63 Ja · 126 Nein · 1 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Motion will das Krankenversicherungsgesetz so anpassen, dass die Kantone die Prämien von Kindern und jungen Erwachsenen in Ausbildung vollständig verbilligen – zusätzlich zur bestehenden Prämienverbilligung für tiefe und mittlere Einkommen.

Warum wir das wollen

Die Krankenkassenprämien sind seit 1997 um rund 158 Prozent gestiegen, die Löhne nur um 12 Prozent. Über zwanzig Prozent der Bevölkerung haben Mühe, die Prämien rechtzeitig zu zahlen. Wir wollen Familien gezielt entlasten und Familienarmut bekämpfen, statt Kinder zum Kostenfaktor werden zu lassen.

Quelle: Geschäft 24.3993, parlament.ch (Abstimmung 36101, 29.04.2026)

24.4167MotionNationalratAus dem linken Programmabgelehnt27.04.2026

Endlich klare, einheitliche und faire Renditeberechnungen im Mietwohnungsmarkt

74 Ja DafürDagegen 118 Nein

Der Nationalrat lehnte die Motion mit 74 zu 118 Stimmen ab. Ohne klare Regeln bleibt es für Mieterinnen und Mieter schwierig, eine überhöhte Rendite überhaupt nachzuweisen.

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74 Ja · 118 Nein · 1 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Motion verlangt klare, einheitliche Regeln, wie die zulässige Rendite auf Mietwohnungen berechnet wird – mit einer transparenten Datengrundlage und einer gesetzlich festgelegten Obergrenze für die Nettorendite.

Warum wir das wollen

Heute fehlt eine einheitliche Berechnung, und Eigentümer müssen ihre Zahlen oft nicht einmal im Schlichtungsverfahren offenlegen. Wir wollen Transparenz: Eine massvolle Rendite ist berechtigt – übersetzte Renditen aber, also Wuchermieten, gehen zulasten der Mietenden und des Gemeinwohls.

Quelle: Geschäft 24.4167, parlament.ch (Abstimmung 35969, 27.04.2026)

25.4504MotionNationalratAus dem linken Programmabgelehnt18.03.2026

Wuchermieten stoppen!

61 Ja DafürDagegen 120 Nein

Der Nationalrat lehnte die Motion mit 61 zu 120 Stimmen ab: SP und Grüne dafür, die bürgerliche Mehrheit dagegen. Die überhöhten Mieten bleiben damit bestehen – und steigen weiter.

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61 Ja · 120 Nein · 2 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Motion will, dass Mietzinse regelmässig und automatisch auf ihre gesetzliche Zulässigkeit überprüft werden – so wie es bei AHV, Mehrwertsteuer oder Gewinnsteuer längst üblich ist. Damit würde das geltende Mietrecht endlich konsequent durchgesetzt.

Warum wir das wollen

Das Gesetz erlaubt nur eine Kostenmiete mit beschränkter Rendite. Trotzdem zahlen Mieterinnen und Mieter laut Berechnungen über zehn Milliarden Franken pro Jahr zu viel – im Schnitt rund 370 Franken pro Haushalt und Monat. Wir wollen, dass sich auch die Immobilienwirtschaft an die Regeln hält und niemand mehr für eine Wohnung bezahlt, als rechtlich zulässig ist.

Quelle: Geschäft 25.4504, parlament.ch (Abstimmung 35855, 18.03.2026)

25.4253MotionNationalratAus dem linken Programmangenommen17.03.2026

Reduktion des maximal versicherbaren BVG-Lohnes und des damit verbundenen Steuerfreibetrags

97 Ja DafürDagegen 89 Nein

Der Nationalrat nahm die Motion mit 97 zu 89 Stimmen an: SP, Grüne, GLP und Mitte dafür, FDP und SVP dagegen. Ein Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit – nun ist der Ständerat am Zug.

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97 Ja · 89 Nein · 4 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Motion beschränkt den steuerlich begünstigten Einkauf in die berufliche Vorsorge auf den fünffachen oberen Grenzbetrag (rund 454'000 Franken). Heute liegt die Grenze beim Zehnfachen – über 900'000 Franken.

Warum wir das wollen

Der Vorsorge-Einkauf soll Lücken schliessen, nicht als Steuersparmodell für sehr hohe Einkommen dienen. Wir wollen, dass diese übermässigen Steuerprivilegien abgebaut werden – eine sehr gute Vorsorge bleibt auch mit der tieferen Grenze problemlos möglich.

Quelle: Geschäft 25.4253, parlament.ch (Abstimmung 35852, 17.03.2026)