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Gleichstellung & Soziales

Sichere Renten, echte Gleichstellung, ein starker Sozialstaat.

Wir wollen

Wir wollen einen Sozialstaat, der trägt: sichere Renten, eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern und Schutz für die Verletzlichsten. Die 13. AHV-Rente ist gegen bürgerlichen Widerstand Realität geworden. Wir setzen uns weiter dafür ein, die Rentenlücke der Frauen zu schliessen, die Betreuung im Alter zu stärken und Gewaltopfer besser zu schützen.

Die Rechte blockiert

Die bürgerliche Mehrheit blockiert den Ausbau: Erziehungsgutschriften in der zweiten Säule, gute Betreuung im Alter, Schutz für Menschen mit Behinderungen – alles abgelehnt. Stattdessen werden Sozialleistungen an Bedingungen geknüpft und Gleichstellungsarbeit als «Ideologie» abgetan. Das trifft vor allem Frauen, ältere Menschen und Menschen mit kleinem Einkommen.

23.448Parlamentarische InitiativeNationalratAus dem linken Programmangenommen19.06.2026

Berücksichtigung der realen Beschäftigungsmöglichkeiten gesundheitlich beeinträchtigter Personen

129 Ja DafürDagegen 68 Nein

Der Nationalrat schrieb die Initiative mit 129 zu 68 Stimmen ab und beendete sie damit: nur SP und Grüne wollten sie weiterführen, GLP, Mitte, FDP und SVP stimmten für die Abschreibung.

  • SP
  • Grüne
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP
Dafür
  • SP
  • Grüne
Dagegen
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP

129 Ja · 68 Nein · 1 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Initiative will, dass die Invalidenversicherung den tatsächlichen Arbeitsmarkt zugrunde legt statt eines theoretischen «ausgeglichenen» Arbeitsmarkts. Heute wird das mögliche Resteinkommen anhand abstrakter Lohnstatistiken berechnet – ohne Rücksicht auf reale Stellen, Region oder Alter.

Warum wir das wollen

Wir wollen, dass IV-Renten an der Wirklichkeit gemessen werden, nicht an einer Modellrechnung. Die heutige Methode unterstellt Stellen, die es so kaum gibt, und führt zu künstlich tiefen Renten oder Ablehnungen – ausgerechnet bei Menschen, die ohnehin schon gesundheitlich stark eingeschränkt sind.

Quelle: Geschäft 23.448, parlament.ch (Abstimmung 36527, 19.06.2026)

24.073BundesbeschlussbeideAus dem linken Programmangenommen19.06.2026

Umsetzung und Finanzierung der Initiative für eine 13. AHV-Rente

108 Ja DafürDagegen 85 Nein

National- und Ständerat nahmen die Finanzierung in der Schlussabstimmung an (im Nationalrat 108 zu 85): SP, Grüne, GLP und Mitte dafür, FDP und SVP dagegen.

  • SP
  • Grüne
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP
Dafür
  • SP
  • Grüne
  • GLP
  • Die Mitte
Dagegen
  • FDP
  • SVP

108 Ja · 85 Nein · 6 Enth. · beide

Worum es geht

Mit dieser Vorlage setzt das Parlament die vom Volk angenommene 13. AHV-Rente um und regelt ihre Finanzierung – im entscheidenden Bundesbeschluss über eine Zusatzfinanzierung durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Warum wir das wollen

Die 13. AHV-Rente stärkt die Renten dort, wo es zählt: bei allen, die von der AHV leben. Wir wollen, dass dieser Volksentscheid sauber finanziert und rasch umgesetzt wird, statt ihn über Leistungskürzungen wieder auszuhöhlen.

Quelle: Geschäft 24.073, parlament.ch (Abstimmung 36540, 19.06.2026)

25.4226PostulatNationalratAus dem linken Programmangenommen16.06.2026

Berücksichtigung von Gewalt in der elterlichen Paarbeziehung bei Entscheidungen über die Elternrechte

121 Ja DafürDagegen 72 Nein

Der Nationalrat nahm das Postulat mit 121 zu 72 Stimmen an: SP, Grüne, GLP, Mitte und FDP dafür, die SVP dagegen.

  • SP
  • Grüne
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP
Dafür
  • SP
  • Grüne
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
Dagegen
  • SVP

121 Ja · 72 Nein · 2 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Das Postulat beauftragt den Bundesrat zu prüfen, wie Artikel 31 der Istanbul-Konvention umgesetzt werden kann. Behörden und Zivilgerichte sollen bei Trennung und Scheidung systematisch prüfen, ob es in der Paarbeziehung Gewalt gab, und dies bei Sorgerecht, Obhut und Besuchsrecht berücksichtigen.

Warum wir das wollen

In der Schweiz erleben jährlich rund 27 000 Kinder Gewalt in der Beziehung ihrer Eltern. Heute fliesst das bei der Sorgerechtsregelung zu wenig ein – teils bleibt die geteilte Obhut sogar dann die Regel, wenn Gewalt bekannt ist. Wir wollen, dass der Schutz der Kinder und der betroffenen Elternteile bei diesen Entscheiden zählt und nicht verharmlost wird.

Quelle: Geschäft 25.4226, parlament.ch (Abstimmung 36415, 16.06.2026)

24.3403MotionNationalratAus dem linken Programmabgelehnt29.04.2026

Gute Betreuung im Alter

65 Ja DafürDagegen 130 Nein

Der Nationalrat lehnte die Motion mit 65 zu 130 Stimmen ab: SP und Grüne dafür, die bürgerliche Mehrheit dagegen.

  • SP
  • Grüne
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP
Dafür
  • SP
  • Grüne
Dagegen
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP

65 Ja · 130 Nein · 1 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Motion will, dass Bund, Kantone und Gemeinden gemeinsam vorbeugende und ambulante Betreuungsmodelle im Alter aufbauen – mit aufsuchender Beratung, Alltagshilfe und koordinierter Pflege, damit ältere Menschen länger selbstbestimmt leben können.

Warum wir das wollen

Heute setzt die Altersbetreuung oft erst beim Heimeintritt an. Wir wollen einen Service public, der früh unterstützt: Das erhält die Selbstständigkeit, beugt Vereinsamung vor und spart langfristig teure Folgekosten – auch für Menschen mit kleinem Budget.

Quelle: Geschäft 24.3403, parlament.ch (Abstimmung 36077, 29.04.2026)

24.3641MotionNationalratAus dem linken Programmabgelehnt29.04.2026

Anlauf- und Meldestellen für Gewaltopfer in Institutionen für Menschen mit Behinderungen

79 Ja DafürDagegen 117 Nein

Der Nationalrat lehnte die Motion mit 79 zu 117 Stimmen ab: SP, Grüne und GLP dafür, Mitte, FDP und SVP dagegen.

  • SP
  • Grüne
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP
Dafür
  • SP
  • Grüne
  • GLP
Dagegen
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP

79 Ja · 117 Nein · 0 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Motion verlangt, dass in Institutionen für Menschen mit Behinderungen unabhängige, vertrauliche Anlauf- und Meldestellen für Gewaltopfer obligatorisch werden – entwickelt gemeinsam mit Betroffenen und ihren Organisationen.

Warum wir das wollen

Ein Bericht des Bundesrats hält fest, dass Menschen in solchen Institutionen besonders gefährdet sind, Gewalt zu erleben, und dass externe Meldestellen wirksam schützen. Wir wollen diesen Schutz flächendeckend sicherstellen – auch der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen empfiehlt das.

Quelle: Geschäft 24.3641, parlament.ch (Abstimmung 36085, 29.04.2026)

24.3917MotionNationalratAus dem linken Programmabgelehnt29.04.2026

Die Rentenlücke der Frauen endlich schliessen – mit Erziehungs- und Betreuungsgutschriften

64 Ja DafürDagegen 130 Nein

Der Nationalrat lehnte die Motion mit 64 zu 130 Stimmen ab: SP und Grüne dafür, die bürgerliche Mehrheit dagegen.

  • SP
  • Grüne
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP
Dafür
  • SP
  • Grüne
Dagegen
  • GLP
  • Die Mitte
  • FDP
  • SVP

64 Ja · 130 Nein · 2 Enth. · Nationalrat

Worum es geht

Die Motion verlangt Erziehungs- und Betreuungsgutschriften in der beruflichen Vorsorge (zweite Säule) – nach dem Vorbild der AHV, wo solche Gutschriften die Rentenlücke der Frauen bereits weitgehend schliessen.

Warum wir das wollen

Frauen erhalten rund einen Drittel weniger Rente als Männer – die Lücke entsteht fast vollständig in der zweiten Säule, weil Betreuungsarbeit dort nicht angerechnet wird. Wir wollen, dass unbezahlte Care-Arbeit auch in der Pensionskasse zählt und Frauen im Alter nicht benachteiligt werden.

Quelle: Geschäft 24.3917, parlament.ch (Abstimmung 36094, 29.04.2026)