Eine lebenswerte Umwelt und erneuerbare Energie für alle.
Wir wollen
Wir wollen eine Schweiz, die ihre natürlichen Lebensgrundlagen schützt und auf erneuerbare Energie setzt: Erdwärme und Sonne statt Öl und Gas, sauberes Wasser, intakte Biodiversität und Schutz vor schädlichen Chemikalien. Im Parlament bringt die Linke dafür konkrete Schritte ein – von der Förderung der Geothermie bis zum Verbot von PFAS in Kinderspielzeug.
Die Rechte blockiert
Die bürgerliche Mehrheit bremst, wo sie kann – und lockert dort, wo Schutz nötig wäre: Pflanzenschutzmittel werden aus der EU weitgehend ungeprüft übernommen, geschützte Wölfe sollen pauschal abgeschossen werden, mehr Energieeffizienz wird ausgebremst. Den Preis zahlen Gewässer, Böden und Artenvielfalt – und am Ende wir alle.
23.2003MotionNationalratAus dem linken Programmabgelehnt19.06.2026
Subventionen für statt gegen den Erhalt der Biodiversität
122 Ja DafürDagegen 76 Nein
61.3%38.2%
Der Nationalrat lehnte den Vorstoss ab und gab ihm keine Folge: die Mehrheit setzte sich mit 122 zu 76 Stimmen durch – SP, Grüne und GLP dafür, die bürgerliche Mehrheit aus Mitte, FDP und SVP dagegen.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Dagegen
Die Mitte
FDP
SVP
122 Ja · 76 Nein · 1 Enth. · Nationalrat
Worum es geht
Der Vorstoss verlangt, dass öffentliche Subventionen den Erhalt der Biodiversität fördern, statt ihn zu untergraben. Heute fliesst staatliches Geld teils in Tätigkeiten, die der Artenvielfalt schaden; der Vorstoss will diese schädlichen Anreize abbauen.
Warum wir das wollen
Es ist widersinnig, mit Steuergeld zugleich die Natur zu schützen und zu zerstören. Wir wollen, dass Subventionen die Lebensgrundlagen sichern – intakte Böden, sauberes Wasser, bestäubende Insekten. Wer diese Fehlanreize stehen lässt, schiebt die Kosten auf kommende Generationen.
24.080VolksinitiativebeideAus dem linken Programmabgelehnt19.06.2026
«Für eine Einschränkung von Feuerwerk». Volksinitiative
Nationalrat
131 Ja DafürDagegen 50 Nein
65.8%25.1%
Beide Räte empfehlen die Initiative zur Ablehnung – der Nationalrat mit 131 zu 50 Stimmen, der Ständerat mit 40 zu 3: die bürgerliche Mehrheit dagegen, die Grünen und Teile der SP für das Anliegen.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
Dagegen
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
131 Ja · 50 Nein · 18 Enth. · Nationalrat
Ständerat
40 Ja DafürDagegen 3 Nein
90.9%6.8%
SP
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
Dagegen
SP
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Enthalten / gemischt
Grüne
Enthalten / gemischt
Grüne
40 Ja · 3 Nein · 1 Enth. · Ständerat
Worum es geht
Die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» will privates Feuerwerk mit lautem Knall stark begrenzen. Parlament und Bundesrat empfehlen, die Initiative abzulehnen; über diese Empfehlung wurde hier abgestimmt.
Warum wir das wollen
Lärmiges Feuerwerk belastet Tiere, Menschen mit Lärmempfindlichkeit und die Luftqualität. Wir wollen das Anliegen ernst nehmen, statt es pauschal vom Tisch zu wischen – ein massvoller Schutz von Mensch, Tier und Umwelt ist möglich, ohne das Brauchtum ganz zu verbieten.
25.068VolksinitiativebeideAus dem linken Programmabgelehnt19.06.2026
«Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» Volksinitiative und indirekter Gegenentwurf
Nationalrat
126 Ja DafürDagegen 70 Nein
63.3%35.2%
National- und Ständerat empfahlen die Initiative zur Ablehnung – der Nationalrat mit 126 zu 70, der Ständerat mit 32 zu 10 Stimmen: SP, Grüne, GLP, Mitte und FDP dafür, allein die SVP dagegen.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
Dagegen
SVP
126 Ja · 70 Nein · 3 Enth. · Nationalrat
Ständerat
32 Ja DafürDagegen 10 Nein
72.7%22.7%
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
Dagegen
SVP
32 Ja · 10 Nein · 2 Enth. · Ständerat
Worum es geht
In der Schlussabstimmung ging es um den Bundesbeschluss zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)», die das Verbot neuer Atomkraftwerke aufheben will. Das Parlament empfiehlt die Initiative zur Ablehnung und stellt ihr einen indirekten Gegenvorschlag gegenüber.
Warum wir das wollen
Wir wollen die Stromversorgung sichern, indem wir den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben – nicht mit dem teuren und langsamen Versprechen neuer Atomkraftwerke, die frühestens in Jahrzehnten Strom liefern würden. Die Initiative lenkt davon ab; darum tragen wir die Empfehlung zur Ablehnung mit.
25.440Parlamentarische InitiativebeideAus dem linken Programmangenommen19.06.2026
Abgeltungen für PFAS-Sanierungen rückwirkend zulassen
Nationalrat
199 Ja DafürDagegen 0 Nein
100.0%0.0%
Beide Räte nahmen die Vorlage einstimmig an – der Nationalrat mit 199 zu 0 Stimmen, der Ständerat mit 44 zu 0: alle Fraktionen dafür.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
199 Ja · 0 Nein · 0 Enth. · Nationalrat
Ständerat
44 Ja DafürDagegen 0 Nein
100.0%0.0%
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
44 Ja · 0 Nein · 0 Enth. · Ständerat
Worum es geht
Die parlamentarische Initiative ändert das Umweltschutzgesetz so, dass der Bund Beiträge an die Sanierung von PFAS-Belastungen auch rückwirkend zahlen kann – also auch für Massnahmen, die schon vor der Gesetzesänderung von 2024 begonnen oder abgeschlossen wurden.
Warum wir das wollen
PFAS sind langlebige Schadstoffe, die Böden und Wasser belasten. Wer mit der Sanierung nicht auf die neue Regelung gewartet hat, soll dafür nicht benachteiligt werden. Wir wollen, dass Kantone und Betroffene die nötige Unterstützung erhalten, damit verseuchte Standorte rasch saniert werden.
26.3011MotionNationalratAus dem linken Programmangenommen18.06.2026
Geothermieprojekte praxisnah fördern und Rechtssicherheit schaffen
123 Ja DafürDagegen 64 Nein
64.4%33.5%
Der Nationalrat nahm die Motion mit 123 zu 64 Stimmen an – alle Fraktionen ausser der SVP dafür.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
Dagegen
SVP
123 Ja · 64 Nein · 4 Enth. · Nationalrat
Worum es geht
Die Motion verlangt, dass Geothermieprojekte, die Erdwärme direkt zum Heizen von Fernwärmenetzen nutzen, vom Bund gefördert werden – auch wenn sie zusätzlich eine Wärmepumpe einsetzen (sogenannte Doppelnutzung).
Warum wir das wollen
Heute fallen viele solche Projekte durch das Förderraster des Bundesamts für Energie, obwohl der Bund ihre Erkundung mitfinanziert hat. Wir wollen die erneuerbare Wärme aus dem eigenen Untergrund nutzen und die Wärmeversorgung vom fossilen Heizen lösen – Geothermie ist dafür ein praktischer, einheimischer Beitrag.
26.3513PostulatNationalratAus dem linken Programmangenommen18.06.2026
Vermeidung der Verschwendung fossiler Energien durch unnötig laufende Geräte und Anlagen
120 Ja DafürDagegen 66 Nein
62.8%34.6%
Der Nationalrat nahm das Postulat mit 120 zu 66 Stimmen an – alle Fraktionen ausser der SVP dafür.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
Dagegen
SVP
120 Ja · 66 Nein · 5 Enth. · Nationalrat
Worum es geht
Das Postulat verlangt vom Bundesrat einen Bericht, der das Sparpotenzial bei der Verschwendung fossiler Energie durch «Betrieb ohne Nutzen» aufzeigt – etwa unnötig laufende Ölheizungen oder Motoren im Leerlauf – samt Vorschlägen, wie sich das vermeiden lässt.
Warum wir das wollen
Ein bestehender Bericht beziffert allein die nutzlose Stromverschwendung auf sechs bis sieben Terawattstunden pro Jahr, lässt die fossilen Energieträger aber aus. Wir wollen diese Lücke schliessen: Wer Energie nicht unnötig verschwendet, spart Kosten und vermeidet unnötige Treibhausgase.
25.404Parlamentarische InitiativeNationalratAus dem linken Programmangenommen17.06.2026
Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative
127 Ja DafürDagegen 64 Nein
64.5%32.5%
Der Nationalrat nahm den Gegenentwurf mit 127 zu 64 Stimmen an: SP, Grüne, GLP, Mitte und FDP dafür, die SVP dagegen.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
Dagegen
SVP
127 Ja · 64 Nein · 6 Enth. · Nationalrat
Worum es geht
Die parlamentarische Initiative stellt der Stopfleber-Initiative einen Gegenentwurf gegenüber: Der Bund beobachtet die Importe von Stopfleber, Magret und Entenconfit. Sinkt die Menge fünf Jahre nach Einführung der Deklarationspflicht nicht spürbar, kann er die Einfuhr beschränken.
Warum wir das wollen
Die Herstellung von Stopfleber ist in der Schweiz seit über 40 Jahren verboten, weil sie für die Tiere grosses Leiden bedeutet. Wir wollen, dass dieser Schutz nicht an der Grenze endet: Bringt eine blosse Etikette keinen Rückgang, soll der Bund die Einfuhr tierquälerisch erzeugter Produkte stufenweise begrenzen können.
25.4254MotionNationalratAus dem linken Programmangenommen18.03.2026
Verbot von PFAS und endokrinen Disruptoren in Spielzeugen bis 2030
91 Ja DafürDagegen 84 Nein
51.1%47.2%
Der Nationalrat nahm die Motion knapp mit 91 zu 84 Stimmen an: SP, Grüne und GLP dafür, die SVP geschlossen dagegen, Mitte und FDP gespalten.
SP
Grüne
GLP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Dagegen
SVP
Enthalten / gemischt
Die Mitte
FDP
Enthalten / gemischt
Die Mitte
FDP
91 Ja · 84 Nein · 3 Enth. · Nationalrat
Worum es geht
Die Motion verlangt, dass die Schweiz ab 2030 Spielzeug verbietet, das PFAS, hormonaktive Stoffe wie Bisphenol A oder allergene Duftstoffe enthält – mit einer Übergangsfrist für die Hersteller und angeglichen an die EU-Regeln.
Warum wir das wollen
PFAS reichern sich im Körper an und finden sich bereits in Muttermilch und Nabelschnur. Für Kleinkinder gibt es keinen sicheren Schwellenwert. Wir wollen die Schwächsten zuerst schützen und verhindern, dass die Schweiz zum Absatzmarkt für Produkte wird, die in der EU bald verboten sind.
Modernen Pflanzenschutz in der Schweiz ermöglichen
121 Ja DafürDagegen 77 Nein
60.8%38.7%
National- und Ständerat nahmen die Vorlage an (im Nationalrat 121 zu 77, im Ständerat 32 zu 12): Mitte, FDP und SVP dafür, SP, Grüne und GLP dagegen. Die strengere Schweizer Zulassungsprüfung wird damit gelockert.
Die Mitte
FDP
SVP
SP
Grüne
GLP
Dafür
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
SP
Grüne
GLP
121 Ja · 77 Nein · 1 Enth. · beide
Worum es geht
Die parlamentarische Initiative verlangt, dass die Schweiz Pflanzenschutzmittel automatisch zulässt, sobald sie in der EU bewilligt sind. Daraus wurde ein Bundesgesetz zur vereinfachten Zulassung.
Warum wir dagegenhalten
Die Befürworter wollen der Landwirtschaft rascher neue Mittel verfügbar machen. Damit übernimmt die Schweiz EU-Zulassungen aber weitgehend ungeprüft und gibt eigene Schutzstandards aus der Hand – auf Kosten von Gewässern, Böden und Biodiversität, die ohnehin schon unter Druck stehen.
Der Nationalrat nahm die Motion mit 127 zu 64 Stimmen an, der Ständerat mit 22 zu 0 Stimmen: Mitte, FDP, SVP und ein Teil der GLP dafür, SP und Grüne dagegen.
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
SP
Grüne
Dafür
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
SP
Grüne
127 Ja · 64 Nein · 0 Enth. · Nationalrat
Ständerat
22 Ja DafürDagegen 15 Nein
57.9%39.5%
Die Mitte
FDP
SVP
SP
Grüne
GLP
Dafür
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
SP
Grüne
GLP
22 Ja · 15 Nein · 1 Enth. · Ständerat
Worum es geht
Die Motion lockert die Regeln, ab wann ein Pflanzenschutzmittel die Gewässer zu stark belastet. Ein Grenzwert gilt erst dann als «wiederholt und verbreitet» überschritten, wenn er in mindestens 20 Prozent der untersuchten Gewässer und in vier von fünf Jahren in Folge gemessen wird – sonst bleibt das Mittel zugelassen.
Warum wir dagegenhalten
Die bürgerliche Mehrheit verschiebt die Schwelle so weit nach oben, dass Pestizide länger im Einsatz bleiben, selbst wenn sie Bäche und Flüsse messbar belasten. Der Vorteil für die Branche ist klar, die Rechnung zahlen Trinkwasser und Natur: Wer einmal verschmutzt ist, ist teuer und langsam wieder sauber.
Gesetzesgrundlage für den regulierten Abschuss von Wölfen bei Überschreitung eines Schwellenwerts
117 Ja DafürDagegen 74 Nein
60.6%38.3%
Der Nationalrat nahm die Motion mit 117 zu 74 Stimmen an: Mitte, FDP und SVP dafür, SP, Grüne und GLP dagegen.
Die Mitte
FDP
SVP
SP
Grüne
GLP
Dafür
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
SP
Grüne
GLP
117 Ja · 74 Nein · 2 Enth. · Nationalrat
Worum es geht
Die Motion verlangt eine gesetzliche Grundlage, um Wölfe regulieren – also abschiessen – zu dürfen, sobald die Population einen mit den Kantonen festgelegten Schwellenwert überschreitet.
Warum wir dagegenhalten
Begründet wird der Vorstoss mit Schäden in der Alpwirtschaft. Er verschiebt den Wolfsschutz aber von einer fallweisen Prüfung hin zu pauschalen Abschüssen nach Bestandeszahlen – ein Eingriff in eine geschützte Art, der dem Druck der Agrarlobby folgt statt einer Abwägung zwischen Herdenschutz und Artenschutz.