Eine Asylpolitik, die schützt und die Menschenwürde achtet.
Wir wollen
Wir wollen eine Migrations- und Asylpolitik, die Schutz bietet und die Menschenwürde achtet – mit menschenwürdigen Asylzentren, ernsthafter Integration und Hilfe für besonders verletzliche Menschen. Wer bei uns Schutz sucht, soll ihn fair und rasch erhalten.
Die Rechte blockiert
Die bürgerliche Mehrheit setzt auf Abschreckung und Verschärfung: Ausgangssperren und Haft im Asylbereich, automatische Landesverweisungen unter Druck aufs Non-Refoulement-Prinzip, pauschale Einschränkungen beim Familiennachzug. Humanitäre Vorstösse – etwa für verletzte Kinder aus Gaza – bleiben chancenlos. Sicherheit wird gegen Rechtsstaatlichkeit ausgespielt.
25.4113MotionNationalratAus dem linken Programmabgelehnt16.06.2026
Gezielte Aufnahme besonders vulnerabler Personen aus dem Gazastreifen ermöglichen
77 Ja DafürDagegen 115 Nein
39.5%59.0%
Der Nationalrat lehnte die Motion mit 77 zu 115 Stimmen ab: SP, Grüne und GLP dafür, Mitte, FDP und SVP dagegen.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
GLP
Dagegen
Die Mitte
FDP
SVP
77 Ja · 115 Nein · 3 Enth. · Nationalrat
Worum es geht
Die Motion verlangt, dass die Schweiz besonders verletzliche Menschen aus dem Gazastreifen aufnimmt – etwa verletzte oder unbegleitete Kinder – und die praktischen Hürden für humanitäre Visa abbaut, die eine Antragstellung heute faktisch verunmöglichen.
Warum wir das wollen
Die humanitäre Lage in Gaza ist katastrophal, besonders Kinder leiden. Wir wollen, dass die Schweiz ihrer humanitären Tradition gerecht wird und Schutzbedürftigen den Zugang zu Schutz nicht aus rein praktischen Gründen verwehrt.
24.320StandesinitiativebeideAus dem linken Programmabgelehnt28.04.2026
Für ein menschlicheres Asylsystem
129 Ja DafürDagegen 65 Nein
66.5%33.5%
Beide Räte gaben der Initiative keine Folge – der Nationalrat mit 129 zu 65, der Ständerat mit 27 zu 10 Stimmen: SP und Grüne dafür, die bürgerliche Mehrheit dagegen.
SP
Grüne
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dafür
SP
Grüne
Dagegen
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
129 Ja · 65 Nein · 0 Enth. · beide
Worum es geht
Die Standesinitiative des Kantons Neuenburg verlangt ein menschlicheres Asylwesen: kleinere, besser über die Schweiz verteilte Bundesasylzentren, eine bessere soziale und gesundheitliche Betreuung der Asylsuchenden und klarere Verfahren bei Personen, die ein Sicherheitsproblem darstellen.
Warum wir das wollen
Das einzige Erstaufnahmezentrum der Westschweiz in Boudry ist überlastet. Wir wollen einen Empfang, der menschenwürdig ist und von der lokalen Bevölkerung mitgetragen wird – mit genügend Personal für Betreuung und Integration statt überfüllter Grosszentren.
Verschärfung der Landesverweisung für straffällige Drittstaatsangehörige
131 Ja DafürDagegen 63 Nein
66.8%32.1%
Der Nationalrat nahm die Motion mit 131 zu 63 Stimmen an: GLP, Mitte, FDP und SVP dafür, SP und Grüne dagegen.
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
SP
Grüne
Dafür
GLP
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
SP
Grüne
131 Ja · 63 Nein · 2 Enth. · Nationalrat
Worum es geht
Die Motion verlangt, dass straffällige Drittstaatsangehörige bei schweren oder wiederholten Delikten automatisch des Landes verwiesen werden – ohne weitere Asylprüfung – und dass die Landesverweisung stärker am EU-Modell ausgerichtet wird.
Warum wir dagegenhalten
Sie beruft sich auf die Ausschaffungsinitiative, will aber die richterliche Einzelfallprüfung durch Automatismen ersetzen. Damit geraten Verhältnismässigkeit und das Non-Refoulement-Prinzip unter Druck – Grundpfeiler des Rechtsstaats, die gerade auch für unbequeme Fälle gelten.
Mehr Schutz für die Bevölkerung. Massnahmen gegen gewalttätige und kriminelle Asylsuchende
117 Ja DafürDagegen 74 Nein
60.9%38.5%
National- und Ständerat nahmen die Motion an – der Nationalrat mit 117 zu 74, der Ständerat mit 32 zu 11 Stimmen: Mitte, FDP und SVP dafür, SP, Grüne und GLP dagegen.
Die Mitte
FDP
SVP
SP
Grüne
GLP
Dafür
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
SP
Grüne
GLP
117 Ja · 74 Nein · 1 Enth. · beide
Worum es geht
Die Motion verlangt, dass gegen Asylsuchende in Bundesasylzentren eine bis zu zehntägige Ausgangssperre oder Haft verhängt werden kann, wenn sie Regeln verletzen, die öffentliche Ordnung gefährden oder gegen sie ein Strafverfahren läuft.
Warum wir dagegenhalten
Sie greift ein reales Sicherheitsanliegen auf, antwortet darauf aber mit Haft und Ausgangssperren unterhalb der strafrechtlichen Schwelle – also gegen Menschen, gegen die noch kein Urteil vorliegt. Das verschiebt den Asylbereich hin zu pauschalen Sanktionen und schwächt rechtsstaatliche Garantien.
National- und Ständerat nahmen die Motion an – der Nationalrat mit 111 zu 72, der Ständerat mit 27 zu 12 Stimmen: Mitte, FDP und SVP dafür, SP, Grüne und GLP dagegen.
Die Mitte
FDP
SVP
SP
Grüne
GLP
Dafür
Die Mitte
FDP
SVP
Dagegen
SP
Grüne
GLP
111 Ja · 72 Nein · 5 Enth. · beide
Worum es geht
Die Motion verlangt, dass beim Familiennachzug keine Ehegatten mehr nachziehen dürfen, die in einer sogenannten Stellvertreterehe – in Abwesenheit mindestens eines Partners – verheiratet wurden.
Warum wir dagegenhalten
Das Anliegen knüpft an den Schutz vor erzwungenen Ehen an. Es schliesst den Nachzug aber pauschal aus, statt im Einzelfall zu prüfen, und trifft damit auch Paare, die beide einverstanden sind – ein genereller Eingriff in das Grundrecht auf Familienleben.